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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Historisches

Auf dem Grund der heutigen Stadtkirche finden sich Hinweise auf christliches Leben weit vor der Reformation. Dort existierte bereits im Jahr 754 ein Kloster. In der Zeit zwischen 1183 und 1195 wurde an gleicher Stelle die Weihe einer größeren Kirche durch Bischof Otto von Eichstätt vorgenommen.

Sie musste Mitte des 15. Jahrhunderts dem größeren Neubau unserer heutigen Stadtkirche weichen, damals noch die Pfarrkirche der katholischen Gemeinde. Nachdem seit 1524 der reformatorisch geprägte Pfarrer Lüßner in Gunzenhausen predigte, wurde mit Einverständnis des Markgrafen am 11.09.1528 die Reformation in Gunzenhausen eingeführt.

Der evangelische Glaube in der Region wurde im 18. Jahrhundert durch den Zuzug vieler österreichischer Einwanderer geprägt und gestärkt. Sie waren wegen ihrer evangelischen Konfession aus ihrer ursprünglichen Heimat vertrieben worden.

Die Erfahrung, für den eigenen Glauben einstehen zu müssen - und zu können-, machte Gunzenhausen mit seinem Umland zum Herkunftsort vieler Missionarinnen und Missionare für die Neuendettelsauer Misson, die vom Kreuzaltar in der Stadtkirche zum Dienst in aller Welt ausgesandt wurden. Betritt der Besucher die Kirche, so fällt sein Blick zunächst auf den Kreuzaltar mit dem barocken Holzkruzifix, das 1705 von Giuseppe Volpini gefertigt wurde. Die Botschaft vom gekreuzigten Christus ist der Mittelpunkt evangelischer Verkündigung. Gehen wir zum Hochaltar im Chorraum. Dieser Hochaltar ist eine neugotische Anlage von 1850. Das Altarbild mit der Verklärung Christi wurde 1705 von dem Ansbacher Maler Johann David Fillisch geliefert.

 

Stadtkirche Gunzenhausen Kreuzaltar

Stadtkirche Gunzenhausen Hochaltar

Gun-2011.12 Jakobus Stadtkirche

Gun-2011.12 Fenster Abendmahl

Stadtkirche Gunzenhausen Ritter von Absberg

Kreuzaltar Hochaltar Jakobus Abendmahl Ritter von Absberg

 

 

Entwicklung seit 1945

Im nach dem 2. Weltkrieg wachsenden Stadtteil in Richtung Frickenfelden, der sogenannten Randsiedlung oder Ostvorstadt wurde 1954 ein Kindergarten gebaut, benannt nach Wilhelm Löhe, dem 1961 ein Gottesdienstraum angegliedert wurde.

Das Gemeindezentrum Lutherhaus in der Stadtmitte, ursprünglich nur ein großer Saal, wurde renoviert und um weitere verschieden große Räume erweitert. Der „Löhe-Kindergarten“, ursprünglich im Löhe-Haus untergebracht, wurde wegen der steigenden Anzahl der Kinder in dem Stadtteil 1987 am Föhrenweg neu gebaut und 2007 um eine Kinderkrippe zum Löhe Kinder- und Familienzentrum erweitert.

 

Die Stadtkirche wurde immer wieder abschnittsweise innen und außen renoviert. Im Zuge dessen erhielt der Chorraum fünf künstlerisch bedeutende Glasbildfenster, gestaltet von Prof. Hans Gottfried von Stockhausen und eine ausgezeichnete Orgel. Sie erweitert seit Ostern 2007 das reiche kirchenmusikalische Spektrum der Gemeinde.

 

Das Gemeindezentrum Löhe-Haus in der Ostvorstadt wurde komplett renoviert und sein Gottesdienstraum im Jahr 2003 ansprechend umgestaltet. Zum 50jährigen Jubiläum des Gemeindezentrums wurde ein Glockenturm in Auftrag gegeben und viele beteiligten sich am Umbau des Vorplatzes zu einem echten Aufenthaltsort für Gemeindeglieder.

 

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