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Kirchengeschichte Pflaumfeld 2015

St. Laurentiuskirche Pflaumfeld
Kirche St. Laurentius. Foto: Unbekannt

Früher baufällig, heute liebevoll gepflegt


PFLAUMFELD – „Ja, von meiner Großmutter habe ich gehört, dass unsere Kirche einmal wegen Bau­fälligkeit geschlossen war. Meine Großmutter war damals eine junge Frau“, erinnert sich ein Pflaumfel­der Gemeindeglied anlässlich der Kirchweih, die heuer vom 21. bis 23. August begangen wird. Diese Kir­chenschließung liegt nicht einmal 100 Jahre zurück. 1923 war die St.-Laurentius-Kirche in Pflaumfeld so baufällig, dass kein Gottesdienst mehr darin gehalten werden konn­te. Eine sofortige Sanierung war aus verschiedenen Gründen nicht mög­lich und so dauerte es 13 Jahre (bis 1936), bis die Gemeinde ihr Gottes­haus wieder benutzen konnte.
In den Jahren 1853/54 war die Kirche schon einmal renoviert wor­den, aber diese Instandsetzung hat kaum 70 Jahre gehalten. Etwa fünf Jahrzehnte nach der Generalsanie­rung von 1936 wurde dann schon wieder gebaut. Diesmal war die Kirche nicht baufällig, aber irgend­wann müssen eben wieder Repara­turen vorgenommen werden, die meist über einen neuen Anstrich hi­nausgehen.
Das schmucke Aussehen, das die Kirche jetzt hat, ist das Ergebnis der Renovierung aus den Jahren 1984 bis 1986. Damals wurde auch der 1725 aus Wald erworbene Altar wieder aufgestellt, in den man ein neues Altarbild einfügte. 1717 woll­te die Gemeinde den alten Altar nach Altenmuhr verkaufen. Als die dortige Herrschaft aber von dem Kauf erfuhr, musste er wieder rück­gängig gemacht werden, weil er ohne Erlaubnis zustande gekom­men war. Der Altar, der 1853 in die Kirche gekommen war, befindet sich heute im ehemaligen Pfarr­haus.
Der wuchtige, mit einem hohen Spitzhelm gedeckte Turm und den kleinen Fensteröffnungen deutet da­rauf hin, dass es sich bei der St.-Lau­rentius- Kirche um ein sehr altes Gotteshaus handelt. Im 14./15. Jahr­hundert ist dieser Turm errichtet worden und auch die Mauern des Langhauses sind mittelalterlich. Die erste Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1222, als die Kapelle von „Phlunvelt“ der Heilig-Kreuz-Kirche zu Aha auf ewige Zeiten als Filiale zugesprochen wurde.
Dass es nicht mehr soweit kommt, wie 1923, dass die Kirche wegen Baufälligkeit geschlossen werden muss, dafür sorgen die Pflaumfel­der, indem sie ihr Gotteshaus pfle­gen und instand halten. Dass sie ihre Kirche lieben, zeigt sich am Gottesdienstbesuch, nicht nur am Kirchweihfest.
GÜNTER L. NIEKEL

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen

© Text: Pfarrer i.R. Günter L. Niekel

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2013. St. Laurentius Pflaumfeld St. Laurentius Pflaumfeld Altar

Fotos: Unbekannt

 

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